Der folgende Beitrag ist eine persönliche Meinung von mir:
Seit Jahren interessiere ich mich für Kunst im öffentlichen Raum. Besonders Graffiti und generell Wandmalerei.
Vermehrt nehme ich auch Auftragsarbeiten wahr. Diese sind oft technisch sehr gut ausgeführt und doch langweilen mich so einige Bilder.
Das ist keine Kritik an den Künstlerinnen und Künstlern! Ich vermittle genau solche Auftragsbilder und kenne den Prozess dahinter und dieser lässt selten Raum für wirklich originelle, eigene und kreative Werke. Die Ziele und Anforderungen der Hausverwaltungen, Eigentümerinnen, Bauherren oder Firmen sind oft andere als die der Betrachter*innen und Kunstschaffenden.
Oft entstehen so "nette Kompromisse" die weder anecken noch provozieren. Meistens figürlich und/oder fotorealistisch – ein Kompromiss der allen gefallen soll und nicht am Ort des Geschehens, sondern auf dem Papier und an Sitzungen entstanden ist. Geprägt durch viele Meinungen und abgestumpft durch langwierige Hierarchie-Prozesse.
Wenn ich durch die Stadt laufe freue ich mich, Kunstwerke zu sehen, welche auch an der Wand die Originalität des Künstlers / der Künstlerin beibehalten haben.
Eine Wand, welche immer wieder neu bemalt wird, befindet sich an der Gartenhofstrasse im Kreis 4. Ich nehme an, die sich im selben Gebäude befindende Galerie "Soon" kuratiert und redet nur bedingt mit, wie das Werk aussehen sollte und die Bilder bewerben aktuelle Ausstellungen (ich habe nicht mit der Galerie gesprochen).
Auf den Fotos zu sehen:
Bild 1 von Adrian Falkner / "Smash 137"
Bild 2 "Silvatika" von Maja Hürst / "TIKA"
BIld 3 "Metropolis" von "Chazme718"
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